Mobilität - mit voller Kraft aus dem Nebel
Am 26. März 2026 fand im Future Dome des Unternehmens Fill in Gurten eine Veranstaltung zu aktuellen Forschungsansätzen im Bereich Mobilität statt. Das Publikum erhielt Einblicke in unterschiedliche Forschungsfelder rund um Mobilität.
Die Vorträge zeigten eindrucksvoll, wie eng Forschung und Industrie in Oberösterreich zusammenarbeiten. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse können hier rasch in marktfähige Produkte überführt werden – ein wesentlicher Faktor für die Innovationskraft des Standorts.
Landtagspräsident Max Hiegelsberger betonte die Bedeutung der Mobilitätsforschung für Oberösterreich und hob hervor, dass die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft entscheidend für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Industriestandorts ist.
Expertinnen und Experten
Univ. Prof. Siegrid Steinkellner, Universität für Bodenkultur Wien
Bedeutung und aktuelle Entwicklung des Pflanzenschutzes
Univ. Prof. Siegrid Steinkellner von der Universität für Bodenkultur Wien sprach über die Erwartungen und Herausforderungen im Pflanzenschutz.
Lebensmittel sollen leistbar, umweltschonend produziert und qualitativ hochwertig sein. Gleichzeitig gibt es in der Bevölkerung wachsende Sorgen – insbesondere gegenüber Pflanzenschutzmitteln.
Prof. Steinkellner stellte klar: Weltweit ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gestiegen und wird in vielen Regionen weiter steigen. In Österreich hingegen ist die Anwendung in den letzten Jahren zurückgegangen.
Die Forschung arbeitet daran, chemische Pflanzenschutzmittel weiter zu reduzieren und gleichzeitig Erntemengen sowie Qualität zu sichern. Dabei werden unterschiedliche Methoden – etwa mechanischer Pflanzenschutz – kombiniert und das gesamte landwirtschaftliche System betrachtet.
In der Diskussion zeigte sich zudem, dass die öffentliche Debatte von einer stärkeren Einbindung wissenschaftlicher Fakten profitieren würde.
Dipl.-Ing. Dr. Hubert Mitterhofer, Business Area Manager Drives, Linz Center of Mechatronics GmbH
Dr. Hubert Mitterhofer beeindruckte durch die erfolgreiche Elektrifizierung eines anspruchsvollen und leistungsstarken Schiffsantriebes, dem sogenannten Voith Schneider Propellers. Gerade einmal 18 Monate nach Projektbeginn konnte die erste Antriebseinheit an Bord eines Schiffes für die Wartung von Hochsee-Windkraftanlagen verbaut werden. Trotz Energiebereitstellung durch ein Dieselaggregat ermöglicht diese Innovation eine Treibstoffeinsparung von 400.000 Litern pro Jahr und Schiff. Mittlerweile werden 60 Prozent der Neubestellungen elektrisch angetrieben, der Markt wurde innerhalb weniger Jahre gedreht.
Prof. Dr.-Ing. Martin Berens, BMIMI Stiftungsprofessur für innovative Luftfahrttechnologien TU Wien, Forschungsgruppe Luftfahrzeugsysteme E307-02-2
Dr. Hubert Mitterhofer beeindruckte durch die erfolgreiche Elektrifizierung eines anspruchsvollen und leistungsstarken Schiffsantriebes, dem sogenannten Voith Schneider Propellers. Gerade einmal 18 Monate nach Projektbeginn konnte die erste Antriebseinheit an Bord eines Schiffes für die Wartung von Hochsee-Windkraftanlagen verbaut werden. Trotz Energiebereitstellung durch ein Dieselaggregat ermöglicht diese Innovation eine Treibstoffeinsparung von 400.000 Litern pro Jahr und Schiff. Mittlerweile werden 60 Prozent der Neubestellungen elektrisch angetrieben, der Markt wurde innerhalb weniger Jahre gedreht.
Mag. Stefanie Kritzinger-Griebler, PhD, Head of Unit Data Intelligence, RISC Software GmbH
Mag. Stefanie Kritzinger-Griebler erforscht Möglichkeiten zur autonomen und digitalen Überwachung der Verkehrsinfrastruktur. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für eine möglichst kostengünstige Instandhaltung unserer Schienen und Straßen. Kamerasysteme und KI-unterstützte Bilderauswertung können die personalintensive Begutachtung der Verkehrswege immer besser ersetzen.
