Kreislaufwirtschaft - Ein Blick in die Zukunft der Abfallwirtschaft

Am 18. Mai 2026 fand am Campus der Greiner AG in Kremsmünster eine Veranstaltung zum Thema Kreislaufwirtschaft statt. Das Publikum erhielt Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Forschungsfelder rund um Recycling und Wiederaufbereitung von Kunststoffen, Batterien und Holz.

Die Vorträge verdeutlichten, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie für nachhaltige Innovationen und wirtschaftlichen Erfolg ist. Forschungsergebnisse können dadurch rasch in praktische Anwendungen umgesetzt werden.

Landtagspräsident Max Hiegelsberger betonte die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Forschung und Unternehmen für den Standort Oberösterreich und hob die Innovationskraft heimischer Betriebe hervor.

© LandOÖ/Sternberger © LandOÖ/Sternberger

Univ.-Prof. DI Dr. Christian Paulik (Competence Center CHASE - JKU Linz)

Der Vortrag zeigte die Dimensionen der notwendigen Umstellung im Bereich Kunststoffrecycling auf. Weltweit werden jährlich rund 400 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, in Europa liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 120 Kilogramm. Gleichzeitig stellt die Wiederverwertung aufgrund komplexer und mehrlagiger Kunststoffkonstruktionen eine große Herausforderung dar.

© LandOÖ/Sternberger © LandOÖ/Sternberger

FH-Prof. Gernot Zitzenbacher (Leiter des Fachbereichs Werkstofftechnik – FH OÖ)

Im Vortrag wurden Forschungsergebnisse zur Simulierung mechanischer Prozesse beim Kunststoffrecycling präsentiert. Dabei ging es um den Einfluss unterschiedlicher Kunststoffmischungen auf den Aufschmelzungsprozess sowie um die Möglichkeit, Maschinen und Prozesse dadurch effizienter zu gestalten.

zur Präsentation
© LandOÖ/Sternberger © LandOÖ/Sternberger

Rebeka Früholz (Dissertantin im COMET-Modul „FuLIBatteR“)

Thematisiert wurde die Wiederaufbereitung von Lithium-Ionen-Batterien als wichtiger Rohstoff der Zukunft. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung des Batterierecyclings für Elektromobilität und erneuerbare Energien sowie Forschungsansätze, bei denen Bakterien Metalle aus Batterien lösen und wieder verfügbar machen. Eine zentrale Herausforderung bleibt dabei die notwendige Reinheit der zurückgewonnenen Materialien für die weitere Batterieproduktion.

© LandOÖ/Sternberger © LandOÖ/Sternberger

Katrin Fradler (Leiterin des Interreg-Projekts "InterWASTE")

Thematisiert wurde die Wiederverwendung von Produktionsabfällen aus der Brillenherstellung. Vorgestellt wurden Forschungsansätze zur Sortierung und technischen Wiederaufbereitung von Reststoffen, die anschließend etwa für Schleifscheiben oder Composite-Werkstoffe genutzt werden können. Dabei wurde deutlich, wie durch die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Produkte und geschlossene Kreisläufe entstehen.

Unverbindliche Anfrage

Ihre Anfrage wird an folgende E-Mail Adresse gesendet: Veranstaltungen.Landtag@ooe.gv.at

Ihre Anfrage wird an folgende E-Mail Adresse gesendet:Veranstaltungen.Landtag@ooe.gv.at

Felder mit * sind Pflichtfelder