Bericht über Soziales und Sicherheit

Bericht

des Ausschusses für Soziales und Sicherheit

über die Stärkung der Sozialberufe

Zurzeit gibt es in Oberösterreich einen Arbeitskräftemangel im Sozialbereich. Im Hinblick auf den demographischen Wandel, ist es dringend geboten hier entgegenzuwirken. Bereits im Kindergarten gibt es einen eklatanten Mangel an Fachpersonal. Entgegen den bereits gemachten Versprechen besteht dieser Mangel weiterhin. Weiters entsteht ein erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden, da viele potentielle Arbeitskräfte durch die private Kinderbetreuung gebunden sind. Sowohl in Krankenhäusern als auch in Seniorenzentren zeigt sich der Fachkräftemangel, denn obwohl Betten-Plätze vorhanden sind, können diese oft nicht betrieben werden, da die zugehörigen Pflegekräfte fehlen. Daraus resultieren auch lange Wartezeiten. 

Der Mangel an hoch qualifizierten Fachkräften liegt nach unserer Einschätzung an Folgendem: 

  • Geringes Gehalt: Das geringe Gehalt spiegelt die geringe Wertschätzung für diese Berufe wider.

  • Sprache: Das Erlernen der deutschen Sprache in ausreichend hohem Niveau stellt oftmals eine Barriere dar, die Menschen daran hindert, einen sozialen Beruf zu ergreifen.

  • Matura: Eine weitere Hürde ist das Erfordernis, die Matura für höher qualifizierte Berufsgruppen abgelegt haben zu müssen.

  • Hohe Belastung: Der hohe Mangel an Arbeitskräften ist ein selbstverstärkender Grund für eine hohe Arbeitsbelastung der verbliebenen Fachkräfte.

 

In diesem Zusammenhang stellt der Ausschuss den Antrag, der Oö. Jugendlandtag möge beschließen:

  1. Der Oö. Jugendlandtag fordert eine höhere Entlohnung und Werbemaßnahmen mit Engagement in den sozialen Medien und im Radio, um Vorurteile abzubauen, das Interesse zu wecken und Jugendliche für das Gebiet zu begeistern. In die Entwicklung der Werbemaßnahmen sollen junge Menschen miteingebunden werden. 

  2. Der Oö. Jugendlandtag fordert eine Förderung von Zivildienst und FSJ, da viele Jugendliche durch den Zivildienst oder ein FSJ mit dem Bereich tiefer in Berührung kommen.

  3. Der Oö. Jugendlandtag fordert, Qualifizierungsmaßnahmen für diese Berufe, kostenfrei zu ermöglichen.

Linz, am 13. Februar 2025