Landhaus-Vorderfront von schräg oben (Foto: Petschenig)
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Das Landhaus

Politisches und kulturelles Zentrum - gestern, heute, morgen

 

Mitten in Linz, liegt an der 2009 neu gestalteten Promenade das Landhaus, der Sitz des oberösterreichischen Landtags und der oberösterreichischen Landesregierung. Bereits seit 1863 finden hier im Landtagssitzungssaal die Zusammenkünfte oberösterreichischer Volksvertreterinnen und -vertreter statt.

Die Entstehungsgeschichte des Landhauses reicht aber viel weiter zurück. In dem ab 1564 im Renaissancestil von Christof Canaval und Caspar Toretto erbauten Gebäude war bis 1629 unter anderem die protestantische Landschaftsschule untergebracht. Deren prominentester Lehrer war der Astronom und Philosoph Johannes Kepler.

Der Landhausturm mit seiner Höhe von 66 Metern wurde 1638 fertig gestellt. 120 Jahre später wurde der Bau der angrenzenden Minoritenkirche vollendet – ein Juwel spätbarocker Baukunst, geschmückt mit Meisterwerken von Bartolomeo Altomonte und Martin Johann Schmidt. Der geschichtsträchtigste Saal im Landhaus ist der „Steinerne Saal“. Er diente schon den Landständen im ausgehenden 17. Jahrhundert als Versammlungsraum und fand auch als evangelische Kirche Verwendung.

Um 1783 übersiedelte die Landesregierung vom Linzer Schloss ins Landhaus. 1861 erließ Kaiser Franz Joseph I. eine neue „Landesordnung“ für das „Erzherzogtum Österreich ob der Enns“. Diese machte es erforderlich, für den im März 1861 erstmals gewählten Landtag einen geeigneten und repräsentativen Raum zu schaffen – den Landtagssitzungssaal, wo 1863 die erste Sitzung abgehalten werden konnte.

Unter der heutigen Adresse "Landhausplatz 1" präsentiert sich das Landhaus als modernes, bürgerorientiertes Gebäude. Eine von 2006 bis 2009 durchgeführte Sanierung brachte das historische und kulturelle Erbe des Landhauses neu zur Geltung, während barrierefreie Zugänge und ein offen gestaltetes Bürgerservice absolut zeitgemäß sind.

Der Landhaus-Durchgang (Foto: Petschenig)
Der Arkadenhof (Foto: Petschenig)
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